In unserem Haus in der Prinzenstraße in direkter Nachbarschaft zum Marktplatz ist seit über 150 Jahren ein Fleischergeschäft zu Hause. Theodor Behrens war es, der 1860 das Geschäft gründete.

Ihm war es auch zu verdanken, dass hinter dem Haus die Räucherkammer und das sogenannte Eishaus, der heutige Pökelkeller, entstanden. Das Eis wurde damals übrigens im Winter aus der zugefrorenen Treene „geerntet“. Die Räucherkammer tut auch heute noch ihren Dienst und ist für die einzigartige, geschmackliche Qualität unserer Katenschinken verantwortlich.

Im Jahre 1918 übergab Geschäftsgründer Theodor Behrens den Betrieb an Tochter „Tine“ und ihren Mann Hans Gresch. Doch dieser machte sich 1938 mit der Frau seines Geschäftsnachfolgers Hartwig Greve auf und davon. Die verlassene „Tine“ suchte ihr Heil in der Gastronomie. Hartwig Greve ging nach Erfde und gründete dort eine Schlachterei. Hertha und Hermann Gereke nahmen sich der verwaisten Schlachterei in der Prinzenstraße in Friedrichstadt an. Bis zum Jahr 1968 führten sie das Unternehmen zu großem Ansehen, das die Familie Nehlsen seitdem in jetzt zweiter Generation weiter entwickelte. Fleischermeister Hans-Peter Nehlsen und Ehefrau Lisa arbeiteten steht nach dem Erfolgsrezept „Qualität und Frische vom Besten, Gutes aus eigener Schlachtung und Herstellung“. 1991 übergaben Sie ein gutes Fleischerfachgeschäft mit einem treuen Kundenstamm Ihrem Sohn Fleischermeister Frank Nehlsen, der Sie, verehrte Kunden, gern persönlich hinter dem Tresen begrüßt und gemeinsam mit Ehefrau Anke das traditionell gewachsene Fleischerfachgeschäft führt.

Frank Nehlsen ging übrigens mit der Enkelin von Hertha und Hermann Gereke zur Schule. Aus dieser Zeit stammt eine kleine, überlieferte Geschichte:

Klein Frank Nelsen wollte von Oma Gereke wissen, was denn mit den ganzen Fleischresten passiert.

Die trockene Antwort von Oma Gereke:
„Reste? Datt giv keen Reste! Wegschmeeten ward nix!!“